Erklärung von Krypto-Kursprognosen: Unsere Erkenntnisse

Über mehrere Jahre hinweg veröffentlichte TradingBeasts algorithmische Kursprognosen für Hunderte von Kryptowährungen. Inzwischen haben wir diese eingestellt und konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenz: das Testen von Brokern und den direkten Vergleich verschiedener Anbieter hinsichtlich Kosten, Handelsplattformen und Regulierung. Auf dieser Seite erklären wir, wie unser Modell funktionierte, welche Erkenntnisse wir aus den Krypto-Prognosen gewonnen haben und wie du Kryptowährungskurse und den Kryptohandel heute einschätzen kannst.

Wenn du über einen Artikel auf diese Seite gelangt bist, der eine TradingBeasts-Prognose für Bitcoin, Ethereum oder eine andere Kryptowährung zitiert, stammte dieser Wert aus dem nachfolgend beschriebenen Modell. Unsere früheren Coin-Seiten zeigten für jeden Monat der kommenden Jahre einen Mindest-, Höchst- und Durchschnittskurs. Diese Prognosen werden nicht mehr veröffentlicht oder aktualisiert. Daher spiegeln Zahlen, die an anderer Stelle zitiert werden, den Markt zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wider.

So funktionierte unser Krypto-Prognosemodell

Unsere Prognosen basierten auf historischen Kursdaten. Für jede Kryptowährung kombinierte das Modell lineare und polynomiale Regressionen, um vergangene Kurse abzubilden und die resultierende Kurve monatsweise um mehrere Jahre in die Zukunft fortzuschreiben. Für jeden Monat wurden ein Mindest-, Höchst- und Durchschnittskurs berechnet. Die Werte wurden automatisch aktualisiert, sobald neue Kursdaten verfügbar waren.

Der Ansatz war transparent und einheitlich und ermöglichte Prognosen für Hunderte von Coins gleichzeitig. Genau diese Skalierbarkeit war jedoch auch seine größte Schwäche: Ein Modell, das jede Kryptowährung gleich behandelt, kann die Besonderheiten eines einzelnen Projekts nicht berücksichtigen.

Was wir aus dem Betrieb des Modells gelernt haben

Der jahrelange Betrieb eines automatisierten Prognosetools hat uns deutlich gezeigt, wo Kursprognosen scheitern. Daraus haben wir folgende Erkenntnisse gewonnen:

  • Trends halten nicht ewig an. Ein Regressionsmodell schreibt den jüngsten Trend in die Zukunft fort. Nach einer starken Rallye prognostiziert es häufig eine ähnliche Entwicklung. Bei einigen kleineren Token zeigten unsere früheren Seiten einen mehrfachen Kursanstieg innerhalb weniger Jahre, allein weil die jüngsten Kursverläufe steil nach oben zeigten.
  • Am Kryptomarkt ändern sich die Marktbedingungen abrupt. Haussephasen, Kurseinbrüche, Insolvenzen von Börsen und regulatorische Entscheidungen können das Verhalten des gesamten Marktes innerhalb kürzester Zeit verändern. Historische Daten können solche Wendepunkte nicht vorhersehen.
  • Kryptowährungen verschwinden oder verändern sich. Projekte werden umbenannt, migrieren auf neue Token oder verlieren ihre Börsennotierungen. In solchen Fällen funktionierten unsere Datenfeeds teilweise nicht mehr, und einige Prognoseseiten zeigten fehlende Werte oder unrealistische Kurse an.
  • Fundamentaldaten bleiben für das Modell unsichtbar. Token-Freischaltungen, Abgänge von Teammitgliedern, Hackerangriffe und Veränderungen der Netzwerkaktivität können den Kurs erheblich beeinflussen. In einem Kurschart werden solche Entwicklungen jedoch oft erst sichtbar, wenn es bereits zu spät ist.

Unser Fazit: Eine algorithmische Kursprognose kann zeigen, was passieren würde, wenn sich der jüngste Trend fortsetzt. Sie kann jedoch nicht sagen, ob das tatsächlich der Fall sein wird.

So beurteilst du Krypto-Kursprognosen

Kursprognosen sind in der Kryptobranche allgegenwärtig. Bevor du ihnen Bedeutung beimisst, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Welche Methode wird verwendet? Ein automatisiertes Modell, die Einschätzung eines Analysten und eine Umfrage unter Influencern sind völlig unterschiedliche Ansätze. Erklärt die Quelle ihre Methode nicht, solltest du die Zahl als bloße Schätzung betrachten.
  • Gibt es eine dokumentierte Erfolgsbilanz? Seriöse Prognoseanbieter ermöglichen es dir, frühere Vorhersagen mit der tatsächlichen Marktentwicklung zu vergleichen. Die meisten Prognoseseiten tun das nicht.
  • Wann wurde die Prognose erstellt? Eine Vorhersage, die vor einer großen Marktbewegung veröffentlicht wurde, kann bereits überholt sein. Prüfe deshalb das Veröffentlichungsdatum.
  • Welche Annahmen liegen zugrunde? Viele langfristige Kursziele setzen stillschweigend voraus, dass die Akzeptanz weiter steigt, Genehmigungen erteilt werden oder neues Kapital in den Markt fließt.
  • Wer profitiert davon? Projekte, Börsen und Werbepartner veröffentlichen häufig optimistische Kursziele für Kryptowährungen, die sie selbst halten oder anbieten.

Was die Kurse von Kryptowährungen tatsächlich bewegt

Statt sich auf eine einzelne Zahl zu verlassen, ist es sinnvoller, die Faktoren hinter den Kursbewegungen von Kryptowährungen zu verstehen:

  • Liquidität und Zinssätze. Kryptowährungen entwickeln sich häufig besonders gut, wenn Kapital günstig verfügbar ist und Anleger bereit sind, Risiken einzugehen. Entscheidungen der Zentralbanken und Inflationsdaten können den Bitcoin-Kurs innerhalb weniger Minuten bewegen.
  • Bitcoin-Halving-Zyklen. Etwa alle vier Jahre wird die Belohnung für das Mining neuer Bitcoins halbiert, wodurch weniger neue Coins auf den Markt kommen. Frühere Zyklen gingen mit starken Kursanstiegen einher, verliefen jedoch jeweils unterschiedlich.
  • Kapitalflüsse institutioneller Anleger. Spot-ETFs auf Bitcoin und Ethereum erleichtern traditionellen Anlegern den Zugang zu Kryptowährungen. Die täglichen Zu- und Abflüsse dieser Fonds werden inzwischen genau beobachtet.
  • Regulierung und rechtliche Entwicklungen. Genehmigungen, Verbote, Gerichtsverfahren und neue Zulassungsvorschriften können einzelne Kryptowährungen oder den gesamten Markt beeinflussen.
  • Token-Angebot. Geplante Freischaltungen von Token, die von Teams und frühen Investoren gehalten werden, können zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen, insbesondere bei neueren Projekten.
  • Hebelwirkung. Wenn viele Trader gehebelte Positionen halten, können starke Kursbewegungen Zwangsliquidationen auslösen, die den Kurs noch weiter in dieselbe Richtung treiben.
  • Wochenenden. Kryptowährungen werden sieben Tage die Woche gehandelt, während die Forex- und Aktienmärkte geschlossen sind. Deshalb können größere Kursbewegungen auftreten, wenn viele Trader nicht reagieren können. Nur einige Broker bieten den Kryptohandel am Wochenende an.
  • Bitcoin selbst. Die meisten Altcoins steigen und fallen gemeinsam mit Bitcoin. Dessen Kursentwicklung ist deshalb für kleinere Kryptowährungen häufig wichtiger als projektspezifische Faktoren.

Wo du Kryptowährungen handeln kannst

Bei TradingBeasts konzentrieren wir uns auf den Handel mit Krypto-CFDs bei regulierten Forex- und CFD-Brokern. Mit CFDs kannst du auf steigende oder fallende Kurse setzen und Bitcoin sowie andere Kryptowährungen zusammen mit Forex, Gold und Indizes über ein einziges Konto handeln. Du besitzt dabei keine echten Coins. Der Einsatz von Hebeln erhöht sowohl mögliche Gewinne als auch Verluste.

Welchen Broker du wählst, bestimmt deine Handelskosten, deine Plattform und den Schutz deines Kapitals. Einen Überblick findest du in unserem Vergleich der besten Krypto-Broker. Da die Spreads bei Kryptowährungen deutlich höher sind als bei den wichtigsten Forex-Paaren, lohnt sich auch ein Blick auf unsere Liste der Krypto-Broker mit niedrigen Spreads.

Wenn du bereits eine bevorzugte Handelsplattform nutzt, findest du hier unsere Vergleiche der besten MT4-Krypto-Broker, der besten MT5-Krypto-Broker und der besten TradingView-Broker für den Kryptohandel.

Du bist bereits aktiv? Bei einigen Brokern kannst du von exklusiven Angeboten profitieren. Entdecke den kostenlosen Krypto-Bonus von eToro oder erfahre mehr über den XTB-Empfehlungscode und die damit verbundenen Vorteile.

Risikohinweis

Kryptowährungen sind äußerst volatil und können innerhalb kurzer Zeit stark an Wert verlieren. CFDs sind komplexe Finanzinstrumente, bei denen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko besteht, schnell Geld zu verlieren. Niemand kann die Kurse von Kryptowährungen mit Sicherheit vorhersagen. Die Inhalte dieser Seite stellen keine Anlageberatung dar. Handle nur mit Geld, dessen Verlust du dir leisten kannst.

Häufig gestellte Fragen

1 Was ist mit den Krypto-Kursprognosen von TradingBeasts passiert? +
Allgemeine Informationen

Wir haben unsere algorithmischen Krypto-Kursprognosen eingestellt. TradingBeasts konzentriert sich heute auf Broker-Tests, Broker-Vergleiche und Trading-Ratgeber, darunter auch die auf dieser Seite verlinkten Vergleiche von Krypto-Brokern.

2 Sind Krypto-Kursprognosen zuverlässig? +
Prognosen

Über längere Zeiträume sind sie nur selten zuverlässig. Algorithmische Modelle schreiben vergangene Trends fort, während die Kurse von Kryptowährungen auch durch unvorhersehbare Ereignisse wie regulatorische Änderungen, Hackerangriffe oder plötzliche Liquiditätsveränderungen beeinflusst werden. Betrachte jede Prognose als mögliches Szenario und nicht als verlässliche Vorhersage.

3 Wie funktionierte das Prognosemodell von TradingBeasts? +
Prognosen

Das Modell passte lineare und polynomiale Regressionen an die historischen Kurse jeder Kryptowährung an und schrieb die Ergebnisse in die Zukunft fort. Für jeden Monat wurden ein Mindest-, Höchst- und Durchschnittskurs berechnet.

4 Kann ich Kryptowährungen bei einem Forex-Broker handeln? +
Trading

Ja. Viele Forex- und CFD-Broker bieten Krypto-CFDs auf Bitcoin, Ethereum und andere große Kryptowährungen an, häufig über MT4 oder MT5. Das Angebot und die verfügbaren Hebel hängen vom jeweiligen Broker und dessen Aufsichtsbehörde ab.

5 Sind Krypto-CFDs besser als der direkte Kauf von Kryptowährungen? +
Trading

Das hängt von deinem Ziel ab. CFDs eignen sich für aktive Trader, die auf steigende oder fallende Kurse setzen und Kryptowährungen zusammen mit Forex und Gold handeln möchten. Der direkte Kauf eignet sich eher für Anleger, die echte Coins besitzen und langfristig in einer eigenen Wallet halten wollen.

6 Kann ich Kryptowährungen am Wochenende handeln? +
Trading

Kryptomärkte sind rund um die Uhr geöffnet. Allerdings bieten nur einige Broker Krypto-CFDs am Wochenende an. Die Handelszeiten unterscheiden sich je nach Broker. Prüfe daher die Kontraktspezifikationen, bevor du eine Position eröffnest.

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